Ein Onlineshop ist kein Designprojekt, sondern ein Vertriebskanal mit Lager, Zahlung, Versand und Buchhaltung dahinter. Dieser Leitfaden zeigt, was ein Shop tatsächlich kostet, welche Entscheidungen vor dem ersten Entwurf fallen müssen und woran Projekte typischerweise scheitern.
Ein eigener Shop lohnt sich, wenn Sie Marge, Kundendaten und Sortimentssteuerung selbst in der Hand halten wollen. Auf Marktplätzen verkaufen Sie schneller, zahlen dafür aber Provision und bleiben austauschbar. Der eigene Shop rechnet sich, sobald wiederkehrende Käufe entstehen oder Ihr Sortiment erklärungsbedürftig ist.
Nicht lohnend ist ein Shop, wenn Sie fünf Artikel mit geringer Marge verkaufen und keine Zeit für Pflege haben. Dann sind ein Marktplatzauftritt und eine gute Unternehmenswebsite der sinnvollere Weg.
Seriös lässt sich das erst nach einem kurzen Konzept beziffern. Der Preis hängt weniger am Design als an drei Dingen: Anzahl und Komplexität der Artikel, Anbindung an Warenwirtschaft und Buchhaltung, und ob B2B-Logik nötig ist. Grobe Größenordnungen aus der Praxis:
| Projekttyp | Typischer Umfang | Dauer |
|---|---|---|
| Starter-Shop | Standard-Theme angepasst, bis etwa 100 Artikel, Zahlung und Versand eingerichtet | 3–5 Wochen |
| Marken-Shop | Eigenes Design, Kategoriestruktur, Produktdatenpflege, SEO-Grundlagen | 6–10 Wochen |
| Shop mit ERP-Anbindung | Artikel, Preise, Bestände und Belege synchron mit Odoo oder Warenwirtschaft | 8–14 Wochen |
| B2B-Shop | Kundenpreise, Staffeln, Freigaben, Angebotsanfrage, Rahmenverträge | 10–16 Wochen |
Wichtig ist nicht die Zahl im Angebot, sondern ob sie hält. Verlangen Sie einen Festpreis nach schriftlichem Konzept — und eine getrennte Aufstellung der laufenden Kosten.
Der Aufbau ist einmalig, der Betrieb nicht. Diese Posten sollten von Anfang an auf dem Tisch liegen:
Rechnen Sie Betriebskosten für zwölf Monate hoch und addieren Sie sie zum Angebotspreis. Erst diese Summe ist der ehrliche Vergleichswert zwischen zwei Anbietern.
Planen Sie Ihre eigene Arbeitszeit mit ein: Produktdaten, Texte und Bilder liefern in der Regel Sie — das ist der häufigste Grund für Verzögerungen.
Wir bauen Shops nicht aus der Theorie: MHV International betreibt eigene Shops, eigenes Lager und eigene Marken. Jede Empfehlung stammt aus einem Ablauf, den wir selbst verantworten.
Das hängt von Artikelanzahl, Schnittstellen und B2B-Logik ab. Ein Starter-Shop ist deutlich günstiger als ein Shop mit ERP-Anbindung. Sie erhalten nach einem kurzen Konzept einen Festpreis und eine getrennte Aufstellung der laufenden Kosten.
Je nach Umfang drei bis sechzehn Wochen. Ein Standard-Shop ist in drei bis fünf Wochen online, ein Shop mit Warenwirtschaftsanbindung braucht acht bis vierzehn Wochen.
Shopify, wenn Marke, Tempo und schlanker Betrieb zählen. PrestaShop, wenn Sie volle Kontrolle über Daten, Preislogik und Hosting brauchen — besonders im B2B. Odoo als Rückgrat, wenn Lager, Einkauf und Buchhaltung mitlaufen sollen.
Ja. Wir übergeben mit Zugängen und Pflegeanleitung. Ob Sie Artikel, Texte und Bilder selbst pflegen oder das abgeben, entscheiden Sie.
Alle bestehenden Adressen werden auf die neuen weitergeleitet und die Struktur sauber übernommen. Ohne diesen Schritt verliert ein Relaunch typischerweise einen erheblichen Teil der Sichtbarkeit.
Nennen Sie uns Sortiment, Zielgruppe und bestehende Systeme — Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung und einen Festpreis, bevor Arbeit anfällt.
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